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By Friedrich Thießen

Auch da, wo es dem eigenen Gewinn überhaupt nicht dienlich ist, verhalten Menschen sich regelmäßig reasonable und gerecht. Auf der anderen Seite ist opportunistisches, unfaires Handeln keine Absonderlichkeit einiger weniger „böser“ Marktteilnehmer, sondern stellt eine ganz normale, immer wieder in Erwägung gezogene Handlungsalternative dar. Da die Welt der Wirtschaft aus beiden Teilen, dem Guten und dem Bösen, besteht, wird eine Theorie benötigt, die auf einheitlicher, möglichst naturwissenschaftlicher Grundlage beides erklären und mit den Ergebnissen ökonomischen Handelns verbinden kann. Friedrich Thießen knüpft an evolutionswissenschaftliche Erkenntnisse an und versucht davon ausgehend intestine und Böse in Marktwirtschaften unter Verwendung von Konzepten, die in der Ökonomie anerkannt sind und große Verbreitung gefunden haben, zu beleuchten und zu erklären.

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Man akzeptiert also heute, dass Gefühle etwas „reales“ aussagen und bezieht Gefühle in die Bestimmung der Nutzenfunktionen ein. 2 Vgl. 2013). 3 Ein anderer interessanter Indikator ergibt sich aus dem QALY-Konzept („Qualitätsadjustierte Lebensjahre“). Hierbei werden die Jahre gemessen, welche Menschen in verschiedenen Kulturen durchschnittlich leben. Diese werden gewichtet mit Indikatoren der Lebensqualität (z. B. Jahre mit Krankheit oder Siechtum). Opportunismus ist bei diesem System nicht direkt ableitbar.

Das System der Regelungen ist selber wieder ein Mechanismus, den man nicht verstehen kann, dem man vielmehr vertrauen muss. Die Sicherheit, vertrauen zu können, gewinnen die Menschen anhand von Indizien, Nachrichten in der Presse oder einzelnen Erfahrungen über das Verhalten der Systeme im Normalfall und bei Störungen. Lassen sich genügend viele positive Indizien finden, dann fängt der Mensch an, dem System zu vertrauen. 12 Interview mit Jean-Claude Trichet in: Lisa Nienhaus und Christian Siedenbiedel, Mein Lehman, FASZ, 15.

Zentrale Grundlage ist Vertrauen. Vertrauen heißt, in eine Interaktion einzuwilligen, obwohl man die Situation nicht vollständig durchschaut, obwohl man nicht ausschließen kann, dass man hereingelegt wird. Trotzdem interagiert man, weil man darauf vertraut, dass die Sache gut enden wird. Allerdings wäre blindes Vertrauen grenzenlos naiv (Schmid 2013). Es müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, damit sich Vertrauen rechtfertigt. Diese Bedingungen werden kollektiv geschaffen. Es ist eine große gesellschaftliche Leistung, Bedingungen zu schaffen, die es Menschen ermöglichen, trotz großen Unwissens anderen Menschen gefahrlos vertrauen zu können.

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